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Einladung zum Vortrag im Kolloquium Technische Kybernetik

Welche Aspekte der Systemphilosophie könnten
für Technische Kybernetiker interessant sein?

Prof. Christoph Hubig

Abt. Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie
Institut für Philosophie
Universität Stuttgart

    Zeit: Dienstag · 21. 2. 2006 · 16:00 Uhr
    Ort: Seminarraum 3.241 · Pfaffenwaldring 9 · Campus Stuttgart-Vaihingen

Abstract

Philosophische Beiträge zur Entwicklung von Hochtechnologien können sich auf zwei Problemfelder richten: Es können (1) Begriffe und Modelle angeboten werden, unter denen eine Selbstvergewisserung, Reflexion und Verortung der Technologien in die Problemtradition möglich wird und auf dieser Basis Leistungen und Grenzen der Systeme in allgemeiner Hinsicht beschreibbar werden. Dies betrifft insbesondere dien Abgleich unterschiedlicher Konzepte von "System", "Steuerung" und Regelung". (2) können normative Orientierungen für die Systemgestaltung erarbeitet werden, die über die technische Orientierung an Effektivität und Effizienz hinaus Grundlagen der Akzeptabilität technischer Systeme einem "erweiterten Wertekanon" diskutieren.
Dies betrifft insbesondere den Umgang mit Risiko- und Chancenpotentialen in den Fällen, in denen klare Risiko- und Chancenkalkulationen nicht mehr möglich sind.

Biographical Information

Prof. Dr. Christoph Hubig, geb. 1952, Studium der Philosophie und Kulturwissenschaften in Saarbrücken und an der TU Berlin, 1976 Promotion (Dialektik und Wissenschaftslogik, Berlin 1978), 1983 Habilitation (Handlung - Identität -Verstehen, Weinheim 1985). Professuren für Praktische Philosophie/Technikphilosophie in Berlin, Karlsruhe und Leipzig. Seit 1997 Professor für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie an der Universität Stuttgart, dort Prorektor von 2000-2003. Vorsitzender der Bereichsvertretung "Mensch und Technik" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) 1996-2002, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (1993-2005); Kurator und Leiter des Studienzentrums Deutschland der Alcatel SEL-Stiftung und Honorarprofessor an der University of Technology Dalian/China.

Neuere Veröffentlichungen u.a.: Technik- und Wissenschaftsethik (2. Aufl. 1995), Technologische Kultur (1997), Mittel (2000); Leben in einer vernetzten und informatisierten Welt - Context-Awarness im Schnittfeld von Mobile und Ubiquitous Computing. Interner Bericht für SFB 627 "Nexus" - Umgebungsmodelle für mobile kontextbezogene Systeme, Universität Stuttgart (2005); Die Kunst des Möglichen - Grundlinien einer Philosophie der Technik, Bd. 1: Philosophie der Technik als Reflexion der Medialität (2006, in Dr.)
(Hg. u.a.): Ethik institutionellen Handelns (1983), Funkkolleg Technik: Einschätzen - Beurteilen - Bewerten (1996), Dynamik des Wissens und der Werte (1996), Nachdenken über Technik (2000), Unterwegs in die Wissensgesellschaft (2000), Ethische Ingenieurverantwortung (2002); Dialektik - Zeitschrift für Kulturphilosophie


Weitere Informationen:
Prof. F. Allgöwer · Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik · (0711) 685-7738 · allgower@ist.uni-stuttgart.de
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