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Von der Verkehrsmodellierung zur kybernetischen Verkehrsorganisation

Dipl.-Ing. Gerhard Nöcker

   Zeit: Dienstag, 12. 06. 2001, 16:00
   Ort: Hörsaal V 9.31 Pfaffenwaldring 9, Universitätsbereich Stuttgart-Vaihingen

Abstract:

Immer dichter werdender Verkehr führt zu Verkehrsproblemen, wie Staus und wachsenden Reisezeiten. Das Verstehen von Verkehrsabläufen ist ein Schlüssel für die Lösung der Probleme. In der letzten Dekade wurden bedeutende Erkenntnisse hinsichtlich der Dynamik des Verkehrs gewonnen. Im Vortrag werden die verkehrstheoretischen Grundlagen (Fundamentaldiagramm, Phasen des Verkehrs, etc.) dargestellt und vorhandene Reserven des Systems Verkehr aufgezeigt. Es wird aufgezeigt, dass moderne Assistenzsysteme mit ihren Sensoren und Aktoren Chancen für eine neue Verkehrsablauforganisation bieten. Zur Untersuchung der verkehrstechnischen Effekte neuer Telematiksysteme wird die Simulationstechnik eingesetzt. Es werden Mindestanforderungen an Modelle aufgestellt und die gebräuchlichsten Modelle beschrieben.

Biographical Sketch:

Gerhard Nöcker studierte von 1976 bis 1982 technische Kybernetik an der Universität Stuttgart mit Abschluß zum Dipl.-Ingenieur. Seither ist er im Bereich Forschung der DaimlerChrysler AG tätig. Sein Arbeitsgebiet umfaßt Arbeiten am Fahrsimulator, sowie auf den Gebieten Fahrerassistenzsysteme, Abstandsregelung, Verkehrstheorie und Telematik. Von 1989 bis 1994 war er verantwortlich für das Fachgebiet "elektronische Fahrhilfen", im Jahr 1994 Projekthaus-Mitarbeiter bei der MB-Vorentwicklung. Seit 1995 ist er in der Verkehrs- und Telematikforschung tätig und verantwortlich für das Fachgebiet "Verkehrsbeurteilung und Steuerung". Gerhard Nöcker erhielt 1998 zusammen mit Kollegen aus Serie und Entwicklung den Daimler-Benz-Innovationspreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet Abstandsregeltempomat. Er ist Leiter des Innovationsprojektes "Future Intelligent Traffic" und Mitarbeiter am europäischen Forschungsprogramm PROMETHEUS und an den BMBF-Projekten MoTiV und INVENT.

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