Netzwerkmodelle und ihre nichtnumerische Behandlung
Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. nat. Kurt J. Reinschke
Zeit: Dienstag, 16. 01. 2000, 16:00
Ort: Hörsaal V 9.31 Pfaffenwaldring 9,
Universitätsbereich Stuttgart-Vaihingen
Abstract:
Objekte, die den verschiedensten physikalischen Domänen zuzuordnen sind,
können mit Netzwerkmodellen beschrieben werden. Jede Netzwerkbeschreibung
beruht auf strukturellen Gesetzen - dem Schnittgesetz für Flußgrößen und
dem Umlaufgesetz für Differenzgrößen - sowie den
Netzwerkelemente-Relationen, die Fluß- und Differenzgrößen verknüpfen.
Im ersten Teil des Vortrags werden die Netzwerk-Gleichungen formuliert und
für lineare eindimensionale Netzwerke symbolisch gelöst. Die wesentlichen
wissenschaftshistorischen Bezüge werden skizziert. Im zweiten Teil wird
gezeigt, wie man durch Erweiterung der Netzwerkgraphen zu einer
Admittanzdarstellung beliebiger Mehrtor-Netzwerkelemente und damit zu
modifizierten Knotengleichungen kommen kann. Auch für nichtlineare
Netzwerke, auf die man insbesondere bei der Simulation elektrischer
Schaltkreise geführt wird, werden Varianten einer modifizierten
Knotenanalyse diskutiert. Der dritte Teil ist mehrdimensionalen Netzwerken
gewidmet. Als Anwendungen werden das Newtonsche n-Körperproblem und
Stabtragwerke aus dem Bereich des Bauingenieurwesens behandelt.
Biographical Sketch:
Studium der Mathematik, Promotionen 1966 zum Dr.-Ing.
(Elektrotechnik) und 1969 zum Dr.rer.nat. (Mathematik) sowie Habilitation
(Elektrotechnik) 1971 an der TU Dresden. 1969-78 Abteilungsleiter im
Bereich Forschung und Entwicklung bei "RFT Messelektronik" Dresden. 1978-87
Wissenschaftsbereich "Regelungssysteme" an der Akademie der Wissenschaften
der DDR. 1987-92 o.Professor an der Sektion Mathematik und
Naturwissenschaften der Hochschule für Bauwesen Cottbus, seit 1992
Ordinarius und Direktor des Instituts für Regelungs- und Steuerungstheorie
an der TU Dresden. Autor mehrerer Bücher und von ca. 200 Publikationen.
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