Systems Engineering -- Die Rolle der Regelungstechnik im
Entwurfsprozess mechatronischer Systeme
Dr.-Ing. Ralf Rothfuss
Zeit: Dienstag, 05. 12. 2000, 16:00
Ort: Hörsaal V 9.31 Pfaffenwaldring 9,
Universitätsbereich Stuttgart-Vaihingen
Abstract:
Moderne mechatronische Systeme, wie z.B. Common Rail-Einspritzsysteme
oder Bremssysteme, bestehen aus einer großen Zahl von Komponenten aus
unterschiedlichen physikalischen Domänen, die in Wechselwirkung
miteinander stehen.
Der Entwurf mechatronischer Systeme in der Automobilindustrie ist durch
die zunehmende Verkürzung der Produktentwicklungszeit bei gleichzeitiger
Steigerung der Entwurfssicherheit gekennzeichnet. Diese Ziele können
erst durch den Einsatz von "Systems Engineering" erreicht werden. Systems
Engineering vereint die Produkt- und Prozessicht im Entwicklungsprozess
mechatronischer Systeme. Dabei werden Entwurfsmethodik,
Entwicklungsprozess, CAE-Werkzeugumgebung und Organisationsstruktur
gleichzeitig betrachtet. Durch konsequentes Systems Engineering
können Realisierungsvarianten und Änderungen während
des gesamten Entwicklungsprozesses leicht erstellt, verglichen und gegen die
Anforderungen überprüft werden.
Der Vortrag beleuchtet zwei wesentliche Aspekte des Systems Engineering: zum
einen den simultanen Entwurf von Regler und Strecke, zum anderen das
Problem des Austauschs von Modellen zwischen verschiedenen
Simulationswerkzeugen. Dabei wird die Methodik des Systems Engineering
anhand konkreter Fragestellungen aus dem Bereich der
Fahrdynamik-Regelung (ESP) diskutiert.
Biographical Sketch:
Ralf Rothfuss studierte Technische Kybernetik an der Universität Stuttgart. Daran anschließend promovierte er an der Universiät
Stuttgart und ist seit 1997 Mitarbeiter der Zentralen Forschung und
Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH. Sein Arbeitsgebiet umfasst
die Modellierung, Simulation und Regelung mechatronischer Systeme. Der
Schwerpunkt liegt dabei auf der Etablierung der modellbasierten
Methoden in den Produkt-Entwicklungsprozess im Rahmen des Systems
Engineering.
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